Fast-Track-Konzept erfolgreich etabliert
Bild links: Gruppenbild nach Zertifikatübergabe. Bild rechts: Die Fast-Track-Assistentinnen Anne Kristina Santamaa (li.) und Birgit Rönne.
Vor rund 1,5 Jahren haben wir an der Klinik für Orthopädie am TUM Klinikum Rechts der Isar mit der Einführung des Fast-Track-Programms für Patientinnen und Patienten mit Knie-Endoprothesen begonnen. Inzwischen haben wir das Versorgungskonzept auch auf Hüftpatienten ausgeweitet. Bereits rund 700 Patienten haben bis Abschluss der Einführungsphase Anfang 2026 von dem neuen Behandlungsansatz profitiert.
Aktiv mitwirken für eine schnellere Genesung
Das Fast-Track-Konzept steht nicht für eine „Turbobehandlung“. Im Gegenteil: Ziel ist es, die Belastung rund um eine Operation so gering wie möglich zu halten und den Heilungsprozess bestmöglich zu unterstützen. Patientinnen und Patienten sollen schneller wieder mobil werden, ihre Selbstständigkeit zurückgewinnen und früher in ihren Alltag zurückkehren.
Um das zu erreichen, haben wir die Abläufe rund um Operation und Krankenhausaufenthalt umfassend überprüft und weiterentwickelt. Dazu gehören moderne Anästhesieverfahren, eine gezielte und gut abgestimmte Schmerztherapie sowie eine individuell angepasste Betreuung während des gesamten Behandlungsprozesses.
Ein wichtiger Bestandteil ist die Vorbereitung vor dem Eingriff. In Patientenseminaren und persönlichen Gesprächen erhalten die Patientinnen und Patienten ausführliche Informationen über den Ablauf der Behandlung und ihre eigene Rolle im Genesungsprozess. Zudem üben sie frühzeitig den sicheren Umgang mit Unterarmgehstützen, damit sie nach der Operation schneller wieder auf die Beine kommen.
Ein zentrales Element des Fast-Track-Konzepts ist die frühe Mobilisierung. Bereits am Tag der Operation werden Patientinnen und Patienten dabei unterstützt, erste Schritte zu gehen. Begleitet werden sie dabei von einer speziell geschaffenen Fast-Track-Assistenz, die den gesamten Prozess koordiniert und motivierend unterstützt. Zusätzlich lädt ein Mobilitätsparcours auf unseren Stationsfluren dazu ein, Bewegung aktiv in den Klinikalltag zu integrieren und die eigene Mobilität Schritt für Schritt zurückzugewinnen.
Zertifizierte Qualität und nachhaltige Weiterentwicklung
Den erfolgreichen Abschluss der Einführungsphase markiert die periTRACK®-Zertifizierung. Diese wurde gemeinsam mit Josef Mercak von Johnson & Johnson MEDTECH sowie Prof. Dr. Wolfgang Schwenk von der GOPOM GmbH umgesetzt. Prof. Schwenk betont: „Die Klinik für Orthopädie wollte ein Fast-Track-Programm, das auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist und zugleich auf wissenschaftlicher Expertise und Forschung basiert. Das Team hat einen Großteil der empfohlenen Maßnahmen umgesetzt, was wir gern unterstützt haben.“
Auch Klinikdirektor Prof. Dr. Rüdiger von Eisenhart-Rothe zieht eine positive Bilanz: „Wir haben unser bestehendes Therapiekonzept durch Fast-Track definitv weiterentwickelt und die Versorgungsqualität für unsere Patientinnen und Patienten nochmals gesteigert. Die Einführung verlief ausgesprochen reibungslos. Dafür und für das enorme Engagement danke ich dem gesamten Team.“ Besonders erfreulich sei der sichtbare Erfolg bei den Patientinnen und Patienten: „Sie sind bei der Entlassung deutlich mobiler und kehren mit mehr Selbstvertrauen in ihren Alltag zurück.“