Sarkomkonferenz 2025 in München

MSTZ: Umfassende Expertise

Die Tumororthopädie am TUM Klinikum besitzt bei Sarkomen, diesen sehr seltenen bösartigen Krebserkrankungen, eine herausragende Expertise: Das Muskuloskelettale Tumorzentrum (MSTZ) ist zertifiziertes Sarkomzentrum und betreibt mit der Forschungseinheit „AI in Orthopaedics“ aktiv wissenschaftliche Forschung zur Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) bei der Analyse von Sarkomen.

Leiter der Forschungseinheit ist Dr. rer. nat. Florian Hinterwimmer. Er und sein Team nutzen pseudonymisierte radiologische sowie entsprechende klinische und diagnostische Daten von Patienten, um Algorithmen auf die Erkennung von subtilen Mustern und frühen Anzeichen von Sarkomen zu trainieren (siehe auch: Artikel KIDS-Projekt). Ziel ist die Früherkennung dieser schwer zu diagnostizierenden Erkrankung. Das MSTZ verfügt dazu über ein gutes Datenpolster: Seit 1972 werden im Rahmen des interdisziplinären Tumorboards für Knochen- und Weichteiltumoren systematisch und strukturiert Patientendaten gesammelt, sodass das MSTZ heute Zugriff auf klinische Datensätze von etwa 10.000 Patientinnen und Patienten hat.

KI zur frühen Diagnose

In seinem Vortrag „Bildbasiertes Deep Learning für seltene Erkrankungen“ beschreibt Hinterwimmer die Herangehensweise seines Teams, bei der Transfer Learning und Foundation Models genutzt werden, um bestehende Daten effizient einzusetzen, während synthetische Daten zur Erweiterung des Datensatzes generiert werden. Zudem werden multizentrische Datensätze entwickelt, um die Datenmenge zu vergrößern und Verzerrungen zu minimieren.

Dr. med. Sarah Consalvo, Fachärztin für Orthopädie und als Clinician Scientist im AI-Team, erläutert in einem Überblick, welche Registerdaten und öffentliche Datensätze der Forschung zur Verfüngung stehen, und welche Fragestellungen sich anhand dieser Informationen beantworten lassen.

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